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Das Schloss im Himmel Trailer - Laputa: Castle In The Sky Filmtipp

Ein Luftschiff fährt durch die dunkle Nacht. An Bord befindet sich Sheeta, Trägerin eines magischen blauen Steines. Musca, ein Regierungsbeamter, hat sie auf das Schiff entführt, weil er den Stein und die Hilfe des Mädchens braucht, um das legendäre Himmelskönigreich Laputa zu finden.


Plötzlich wird das Luftschiff von einer Bande Luftpiraten angegriffen. Der Dora-Clan unter Führung der verwegenen Mama Dora ist, genau wie Musca, hinter Sheeta und ihrem Stein her. Als die Piraten das Schiff entern, gelingt es Sheeta, Musca in dem Durcheinander bewusstlos zu schlagen und die Kette mit dem Stein wieder an sich zu nehmen. Sheeta versucht sich vor den Piraten zu verstecken. Sie klammert sich an der Außenseite des Schiffes fest, verliert jedoch den Halt und stürzt in den dunklen Nachthimmel.


Während Sheeta bewusstlos in Richtung Boden rast, beginnt der blaue Stein um ihren Hals zu leuchten und verlangsamt Sheetas freien Fall. In einem kleinen Bergwerkstädtchen sieht der Junge Pazu das Licht des Steins am Himmel scheinen. Er rennt zu einem Minenschacht, um das herabschwebende Mädchen aufzufangen. Zu seiner Verwunderung ist es leicht wie eine Feder. Pazu beschließt, es mit nach Hause zu nehmen.


Am nächsten Morgen wird Sheeta vom Klang der Trompete, die Pazu auf dem Dach seines Hauses sitzend spielt, geweckt. Nachdem sich die beiden einander vorgestellt haben, möchte Pazu den Stein gern sehen. Er legt sich die Kette um den Hals, in der Hoffnung nun ebenso wie Sheeta durch die Lüfte zu schweben, vergebens, unsanft kracht Pazu durch das Hausdach und landet direkt im Wohnzimmer. Dort bemerkt Sheeta ein Bild des legendären Königreichs Laputa an der Wand. Pazu berichtet, dass sein Vater das Foto gemacht habe, als er während einer Expedition zwischen stürmischen Wolken plötzlich die schwebende Insel auftauchen sah. Nach Hause zurückgekehrt, glaubte dem Vater niemand seine Entdeckung und er starb verbittert. Pazu ist nun dabei, ein Flugzeug zu bauen, denn er ist fest entschlossen, Laputa zu finden und zu beweisen, dass sein Vater kein Lügner war.


Unterdessen hat es nicht lange gedauert, bis die Dora-Bande sowie Musca und seine Agenten Sheeta aufgespürt haben. Gemeinsam mit Pazu versucht Sheeta, ihren Verfolgern zu entkommen. Während einer wilden Verfolgungsjagd stürzt eine Brücke unter den Kindern ein, und Sheeta und Pazu fallen in die Tiefe. Wieder beginnt der magische Stein zu leuchten...


Die beiden schweben direkt in einen verlassenen Minenstollen und treffen dort auf Onkel Pomu, einen alten exzentrischen Bergmann. Pomu erklärt ihnen, dass er an diesen Ort kam, um die Felsen zu sehen, die in der Dunkelheit leuchten. Sheeta bemerkt, dass ihr Stein mit den Felsen zu glühen beginnt. Pomu erklärt ihnen, dass es sich um einen besonderen Kristall handelt, der aus der gleichen Substanz besteht, die auch im Felsgestein enthalten ist. Nur die Bewohner von Laputa konnten solche Kristalle herstellen und waren so in der Lage, eine große, am Himmel treibende Insel zu bauen, weiß Pomu zu erzählen. Jetzt sind sich Pazu und Sheeta sicher: Laputa, das legendäre Schloss im Himmel, existiert wirklich!


Als die beiden die Mine verlassen, lauert Musca ihnen bereits auf. Sheeta und Pazu werden gefangen genommen und zu einer Festung gebracht, Sitz von Musca und General Muoro. Pazu wird in den Kerker geworfen, Sheeta hingegen wird von Musca in ein Kellergewölbe gebracht, in dem ein kaputter Roboter gelagert wird. Der Roboter, erklärt er Sheeta, sei ein Beweis für die Existenz von Laputa, er sei eines Tages direkt vom Himmel gefallen und trage einen Stein mit dem gleichen Symbol auf der Brust, wie das, dass auf Sheetas Kristall eingraviert sei. Der Kristall stehe in Verbindung mit der schwebenden Insel, man müsse ihn lediglich aktivieren und dann würde er den Weg nach Laputa weisen. Musca will von Sheeta nun den Geheimcode erfahren, der den Kristall aktiviert. Verzweifelt beteuert Sheeta den Code nicht zu kennen. Musca glaubt ihr nicht und enthüllt Sheeta ihre wahre Identität – Sheeta ist rechtmäßige Erbin des Throns von Laputa. Er droht ihr damit, Pazu etwas anzutun, falls sie ihm nicht bei der Suche nach Laputa behilflich ist. Sheeta willigt gezwungenermaßen ein und bringt den schockierten und zutiefst enttäuschten Pazu dazu, allein nach Hause zurück zu kehren.

Dort wird er bereits von Dora ihrem Clan erwartet. Mama Dora erklärt dem gekränkten Pazu, dass Sheeta wohl nur so gehandelt habe, um ihn zu beschützen. Musca werde Sheeta bestimmt nicht am Leben lassen, sobald er bekommen hat, was er will und was auch die Piraten nach wie vor suchen: den Weg nach Laputa. Gemeinsam mit der Dora-Bande macht Pazu sich auf den Weg zurück zur Festung, um Sheeta aus Muscas Händen zu befreien.

Unterdessen sitzt Sheeta traurig in ihrem Zimmer in der Festung und hängt ihren Gedanken nach. Plötzlich erinnert sie sich an ein Sprichwort, das ihre Großmutter sie gelehrt hat, um Kummer zu vergessen. Kaum hat sie die Worte ausgesprochen, beginnt ihr Stein seltsame Strahlen auszusenden. Die Strahlen aktivieren den Roboter im Keller, der sich – erneut zum Leben erweckt - prompt in Richtung des Kristalls zu bewegen beginnt. General Muoros Männer versuchen, den Roboter gewaltsam zu stoppen, doch dieser ist stärker als erwartet und fängt an, die Festung zu verwüsten. Sheeta ist während des Kampfgetümmels auf einen Festungsturm ins Freie geflohen; von ihrem Kristall geht nun ein starker gebündelter Strahl in den Himmel aus, den auch Musca sieht: endlich, der Weg nach Laputa, dem Schloss im Himmel, ist frei! Sofort gibt Musca Befehl, das Militär-Luftschiff Goliath zur Abreise nach Laputa vorzubereiten.

Unterdessen sind in der Festung alle Versuche, den Roboter zu stoppen, gescheitert. Dieser hat sich zielstrebig einen Weg zum Turm gebahnt und versucht nun, mit Sheeta in Kontakt zu treten. Doch Muoros Männer nehmen ihn erneut unter Beschuss und während des Kampfes verliert Sheeta ihren Kristall. Um das Mädchen zu schützen, setzt der Roboter sie sanft an einem sichereren Platz ab, bevor er selbst getroffen und damit kampfunfähig wird. Endlich sind auch Pazu und der Dora-Clan eingetroffen. Im allerletzten Moment gelingt es ihnen, Sheeta vom brennenden Turm zu retten. Die Piraten können mit Sheeta und Pazu entkommen, doch ihr Kristall ist nun im Besitz von Musca, der sich bereits mit General Muoro auf dem Weg nach Laputa befindet .

Sheeta und Pazu brechen gemeinsam mit den Piraten auf ihrem Luftschiff Tigermotte ebenfalls auf, um das Schloss im Himmel zu finden. Während der Reise gesteht Sheeta Pazu, dass sie Angst hat und eigentlich gar nicht nach Laputa möchte. Sie erzählt ihm, dass ihre Großmutter ihr einen weiteren Spruch beigebracht hat, den „Schicksals-Spruch“, den sie aber nie verwenden dürfe. Dunkle Wolken ziehen auf und plötzlich stößt die Tigermotte fast mit der Goliath zusammen. Die Luftschiffe geraten in einen heftigen Sturm, doch dann wird alles weiß um sie herum...

Als Pazu und Sheeta auf einer Blumenwiese wieder zu sich kommen, können sie kaum glauben, was sie sehen: die Ruinen von Laputa – dem legendären Königreich. Ein Roboter begrüßt die Kinder und führt sie in einen verlassenen, üppigen Garten. Plötzlich hören sie eine Explosion: Musca und die Armee sind ebenfalls auf Laputa gelandet und plündern nun die Schatzkammer des Schlosses. Sheeta und Pazu sehen, dass Dora und ihre Bande gefangen genommen wurden. Bei dem Versuch, ihnen zu helfen wird Sheeta von Musca und seinen Männer erneut gefasst und in das Innere des Schlosses gebracht. Unterdessen gelingt es Pazu, die Piraten zu befreien. Musca und Sheeta erreichen das Steuerzentrum tief im Inneren von Laputa. Es wird von einem riesigen Schwebekristall beleuchtet, der die Insel in der Luft hält. Sheeta wundert sich, woher Musca soviel über Laputa weiß und fragt, wer er wirklich sei. Musca verrät ihr, dass auch er ein Nachfahre des Königsgeschlechtes von Laputa sei.

Jetzt, da Musca die Kontrolle über das Schloss hat, bittet er General Muoro und seine Männer zu sich. Um einen Angriff ihrerseits zuvor zu kommen, öffnet Musca den Boden unter ihnen und Muoros Männer stürzen in die Tiefe. Dann aktiviert er Hunderte von Robotersoldaten und lässt diese auf die restlichen Truppen los. Die Soldaten flüchten. Während Musca den Sieg genießt, gelingt es Sheeta, ihm in einem unbeobachteten Moment ihren Stein zu entreißen und zu flüchten. Sofort jagt Musca ihr nach, denn ohne den Stein kann er Laputa nicht kontrollieren.

Pazu, der nach Sheeta gesucht hat, entdeckt sie endlich, doch beide sind durch eine Wand getrennt. In ihrer Verzweiflung reicht Sheeta ihm den Stein durch eine kleine Öffnung und sagt ihm, er solle ihn weg werfen. Sie flüchtet weiter in den ehemaligen Thronraum Laputas, wo sie von Musca eingeholt wird. Als sie ihm sagt, dass sie den Stein nicht mehr habe, droht er mit bösen Konsequenzen. In diesem Moment kommt Pazu in den Saal gerannt und versichert Musca, dass dieser den Stein nie bekommen werde, wenn er Sheeta etwas antue. Musca erlaubt Pazu mit Sheeta ein paar Minuten allein zu sein, um sich zu besprechen. Pazu bittet Sheeta flüsternd, den "Schicksals-Spruch“ zu gebrauchen, da es ohnehin kein Entkommen gäbe. Sheeta spricht die magischen Worte aus und erneut beginnt der Kristall zu glühen und die ganze Insel erbebt...







Die Figuren



Sheeta - Das Waisenkind Sheeta ist ein hübsches, kluges Mädchen, das nicht ahnt, was für magische Kräfte der Stein birgt, den sie als Erbstück ihrer Familie um den Hals trägt, bis sie eines Tages vom Himmel fällt. Der Junge Pazu rettet sie und hilft ihr, das Abenteuer ihres Lebens zu bestehen.



Pazu - Pazu ist ein mutiger, draufgängerischer Junge aus einem kleinen Bergwerkstädtchen, der von dem Tag an, als Sheeta ihm vom Himmel in die Arme fällt, zu ihrem Beschützer und treuen Gefährten wird. Gemeinsam wollen sie das Geheimnis um das legendäre Königreich Laputa lüften.



Dora - Kapitän Dora ist eine abgebrühte Alte, und zugleich schlaue Chefin einer Piratenbande. Sie ist die Mutter der Luftpiraten und Boss des räuberischen Familienbetriebs. Obwohl auch sie hinter Sheeta und dem Schatz von Laputa her ist, entpuppt sie sich doch als netter, als sie ausschaut.


Die Luftpiraten - Die Luftpiraten sind Brüder und Kapitän Doras räuberische Söhne. Die etwas tölpelhaften Kraftprotze sind ihrer Mutter und Bandenchefin treu ergeben. Sie hegen eine Schwäche für das Mädchen Sheeta und sind im Grunde gutmütige Kerle.



Musca - Musca, ein Regierungsbeamter, ist das personifizierte Böse. Auch er ist wie Sheeta ein Nachfahre des legendären Königreichs Laputa, das er um jeden Preis in seine Gewalt bekommen will. Doch dazu braucht er Sheeta und ihren magischen Stein - und er scheut keine Mittel und Wege, um sein Ziel zu erreichen.



Onkel Pomu - Onkel Pomu ist ein alter, exzentrischer Minenarbeiter, der viel über das Geheimnis der Steine im Stollen und auch über die Legende von Laputa weiß. Als er Pazu und Sheeta mit ihrem magischen Stein begegnet, ahnt er voll Sorge, was den Kindern bevorsteht.



Die Roboter - Die Roboter sind uralte Diener des Königreichs Laputa. Sie haben übermenschliche Kräfte und sind vielfältig als Soldaten, Gärtner oder Diener einsetzbar. Im Grunde friedliche Geschöpfe, können sie ihre Gegner in Schutt und Asche legen, wenn sie einmal aktiviert wurden, um Laputa zu verteidigen.








Produktionsnotizen – Ein Gespräch mit Hayao Miyazaki



Wann haben Sie „Gullivers Reisen“, worin Sie die Idee für Laputa, die schwebende Insel, gefunden haben, entdeckt?

Haben Sie sich dabei genau an die Beschreibung in Swifts Buch gehalten?


„Ich habe „Gullivers Reisen“ nicht ganz gelesen. Ich erinnere mich an eine kurze Version für Kinder. Alle Leser erinnern sich an die Figuren, die Liliput bewohnen, das Land der Winzlinge, aber ich habe auch die Reisen in andere Gegenden gelesen. Ich war noch auf der Schule, als ich diese Geschichte über die Insel, die am Himmel fliegt, entdeckt habe. Als ich anfing, den Film zu schreiben, erinnerte ich mich nicht mehr an ihren Namen. Meine Frau war es, die den Namen Laputa in einem Lexikon aufgestöbert hat. Später war ich sehr überrascht, als ich erfuhr, dass das Wort in Europa ‚Prostituierte’ bedeutet! Ich möchte auch erwähnen, dass bei Swift die obere Hälfte der Insel grün ist und die untere den Robotern vorbehalten ist. In meiner Version gibt es keinen unteren Teil.“



Sie haben erklärt, dass Sie diese Geschichte mit Bezug auf Ihre Kindheit geschrieben haben. Inwiefern?


„Als Kind bewunderte ich die Comics für Jugendliche. Besonders liebte ich ‚Sabaku no Maho’ (Die Magie der Wüste) von Tetsuji Fukushima. Als Schüler habe ich ihn immer wieder mit klopfendem Herzen gelesen. Es gab da eine Episode um einen Edelstein, der einem die Macht zu fliegen verlieh. Ich war davon so berührt, dass ich einen Film über einen magischen Stein machen wollte. Als das Projekt noch in der Planungsphase war, hatte es den Arbeitstitel ‚Der junge Pazu und das Geheimnis des schwebenden Steins’.“



Das Dekor des Dorfes der Bergleute mit seinen Häusern, die am Berg zu kleben scheinen, ist ein großartiger Einfall...


„Als Produzent riet uns Isao Takahata, dass wir, wenn wir einen Film über die industrielle Revolution machen wollten, auf alle Fälle Großbritannien besuchen müssten. Die Ausstattung des Films hat viel mit unserem Besuch des Rhondda-Tals im Süden von Wales zu tun, wo wir nach Inspiration suchten. Wenn Sie nach Rhondda fahren, werden Sie feststellen, dass die gesamte Umgebung, wie sie am Anfang des Filmes dargestellt ist, sehr wohl existiert!“



Wie sehen Sie Das Schloss im Himmel nach so vielen Jahren im Rückblick? Gibt es irgendwelche Details, die Sie heute anders machen würden?


„Nein. Wenn eine Produktion fertiggestellt ist, ändere ich nichts mehr daran. Außerdem bleibt mein Lieblingsfilm.“



Erinnern Sie sich noch an die Atmosphäre, die damals im Studio herrschte? Konnten Sie sich damals vorstellen, dass es eine solche Zukunft haben würde?


„Einen Animationsfilm zu realisieren war für uns, die vor allem an TV-Serien gearbeitet hatten, wie ein Traum, der Wirklichkeit wurde. Zu dieser Zeit gab es viele Regisseure und Animateure, die zum Animationsfilm in Spielfilmlänge wechseln wollten. Und viele wollten das mit uns machen! Ich hatte eine Regel, die man folgendermaßen auf den Punkt bringen kann: ‚ein Studio, drei Filme’, das heißt, wenn’s nach mir gegangen wäre, sollte das Studio Ghibli nach der Produktion seiner ersten drei Filme geschlossen werden. Ich dachte, dass sich die Beziehung zwischen dem Regisseur und dem Animateur verschlechtern würde. Aber Suzuki hielt daran fest und so sind wir noch da!“



Wie war Ihre Reaktion, als Sie erfahren haben, dass der amerikanische Verleiher die Musik des Films ändern wollte?


„Am Anfang wollte Disney die Musik gar nicht komplett ändern. Sie haben mich gebeten, Joe Hisaishi, dem Komponisten der Originalpartitur, vorzuschlagen, sie sich noch einmal anzusehen und sie neu aufzunehmen – unter Berücksichtigung der Fortschritte in den Tonstudios. Ich habe mein Einverständnis gegeben. Joe Hisaishi ist auf diesem Gebiet immer an neuen Erfahrungen interessiert gewesen. Schließlich zog er es vor, alles neu zu komponieren. Ich mag die neue Partitur sehr.“



Wer hat Sie zu Ihrer grandiosen Erfindung der fliegenden Maschinen inspiriert? Kann man da von einer Hommage an Jules Verne sprechen?


„Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es viele Illustrationen und Skizzen von Maschinen, die aus den verrücktesten Vorstellungen entstanden. Ich habe mich von diesen Skizzen inspirieren lassen. Der Einfluss beschränkt sich also nicht auf Jules Verne.“



In dem Schloss, das man in „The Castle of Cagliostro“ sieht, haben einige eine Hommage an das in „Le Roi et l’Oiseau“ von Paul Grimault gesehen. Kann man das gleiche von den Robotern in Das Schloss im Himmel sagen?


„Nein, auch wenn ich Paul Grimault sehr bewundere. Ich bin von so vielen Künstlern beeinflusst worden... Ein Charakteristikum der Populärkultur ist, dass man darin verschiedene Schichten von Einflüssen findet, gemeinsame Bilder und Themen, die hier zum Vorschein kommen und dort wieder auftauchen. Etwas Neues zu kreieren ist an und für sich nichts besonderes. Ich finde es viel wichtiger, mich zu fragen, warum es so viele aufregende Dinge gegeben hat, an die ich mich seit der Zeit meiner Kindheit einfach gewöhnt habe. Und ich glaube, dass es nicht gut ist, sich damit zufrieden zu geben, die Dinge der Vergangenheit zu kopieren. Man muss die Essenz dessen, was sie aufregend gemacht hat, in die heutige Sprache übertragen.“


Ihre Piraten sind sehr drollig. Und am Ende stellt man fest, dass Dora, ihr Boss, eigentlich gar nicht so boshaft ist. Ist das eine kleine Botschaft an die Jugend über die Relativität des Guten und des Bösen?


„Meine Brüder standen mir bei den Piraten Modell. Ich habe drei davon (ich bin als zweiter geboren), und mir kam die Idee, mich in meinen Filmen auf sie zu beziehen. Ich gestehe Ihnen noch etwas: Es ist meine Mutter, die mich zur Figur ihres Chefs Dora inspiriert hat. Was das Problem von Gut und Böse betrifft, ist eines klar: Alles hat seine guten und schlechten Seiten.“



Sprechen wir über den Erfolg des Ghibli-Museums in Tokio...


„Wir haben großes Glück: es ist immer voll! Wir mussten die Besucherzahl auf 2400 täglich beschränken. Glücklicherweise haben wir diese Regel eingeführt. Das Museum ist nicht sehr groß, ohne diese Einschränkung wäre es ein beklemmender Ort geworden. Seit Oktober 2002 gibt es eine neue Ausstellung, die dem ‚Schloss im Himmel’ gewidmet ist, und auch den Maschinen, die die Science-Fiction Schriftsteller des neunzehnten Jahrhunderts erfunden haben.“






























Hinter der Kamera



HAYAO MIYAZAKI – Regie / Drehbuch


Seit mehr als 20 Jahren ist Hayao Miyazaki einer der wichtigsten Vertreter des japanischen Animationsfilms und einer seiner beständigsten und kreativsten Schöpfer. Ob als Produzent, Zeichner, Regisseur, Grafiker oder Drehbuchautor – Hayao Miyazaki ist mehr als ein Orchesterspieler, er ist ein genialer Künstler, einer der größten seiner Generation. Seine Filmografie weist eine verblüffende Einheitlichkeit der Vision und eine erstaunliche Integrität auf, von der enormen Bandbreite seines Schaffens einmal abgesehen. Diese Ehrlichkeit mag vielleicht der Schlüssel zu seinem großen Erfolg sein.


In den 43 Jahren seiner Karriere hat Miyazaki alle Themen aufgegriffen, sämtliche Varianten ausprobiert und fast jedes Register gezogen. Sei es satirisch, episch oder elegisch, er bewegt sich munter vom Porträt zum Tableau des Genres. Mit beispielhafter Einfachheit gelingt es ihm immer wieder, elementare Grundgefühle auszudrücken. Er liefert sich den lyrischen Regungen der Seele aus, er verliert sich im charmanten Spiel der Fantasie...


Seine Selbstverleugnung, seine Unerbittlichkeit und die Liebe zu seiner Arbeit haben ihn angetrieben, seine Wahrnehmung und seine cineastischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln und sich selbst an seine physischen Grenzen zu treiben.


Hayao Miyazaki ist ein echter Künstler, der nie etwas nur um der Kunst willen betreibt. Seine Filme sind konstruiert wie alte Kathedralen, mit Hingabe und Mut, die an religiöse Inbrunst erinnern, die all seinen Filmen zugrunde liegt.

Als Filmschaffender gewissenhaft, pedantisch und aufmerksam, hat Miyazaki während seiner gesamten Laufbahn einen heroischen und heftigen Kampf gegen faule Aphorismen und intellektuelle Trugschlüsse geführt. Sein Werk ist ein brillanter Tribut an den Triumph einer außergewöhnlichen Imagination.


Hayao Miyazaki wurde 1941 als zweites Kind einer sechsköpfigen Familie geboren. Während des Krieges verließen seine Eltern Tokio auf der Flucht vor amerikanischen Bomben. Sie ließen sich in der kleinen Stadt Utsunomiya nieder, nicht weit von der Hauptstadt entfernt. Miyazaki wuchs in einer Umwelt auf, die sich nur schwer von den Auswirkungen des weltweiten Konflikts erholte. Obwohl er es leugnet, hat ihn diese Episode seines Lebens stark geprägt.


Die bäuerliche Kindheit beeinflusste einen Teil seines Werks, vor allem "My Neighbor Totoro". "Der einzige Film, dem kein Kind, und sei es noch so unruhig oder böse, widerstehen kann,” behauptet John Lasseter, der Regisseur von "Toy Story" und "Die Monster AG". “Miyazakis kindgerechtesten Filme wie 'My Neighbor Totoro' oder 'Kiki‘s Delivery Service' sind für mich eine Quelle permanenter Inspiration. Ich bewundere ihn dermaßen, dass ich die Struktur des Studio Ghibli als Modell für den Aufbau von Pixar übernommen habe. Jetzt ist es ganz einfach, wenn sich ein Problem mit einer Pixar-Produktion ergibt, schauen wir uns einfach einen Miyazaki-Film an. Und nach und nach finden wir darin die Lösung für unser Problem."


Anders gesagt, wenn die Mama in "My Neighbor Totoro" krank ist, dann vielleicht, weil Miyazakis Mutter von Tuberkulose infiziert war. Man kann vermuten, dass das Bild dieser mutigen Frau einige seiner erwachsenen Leinwand-Heldinnen geprägt hat. Sein Vater leitete das familieneigene Flugzeugunternehmen, Miyazaki Airplane. Von ihm erbt Hayao seine Leidenschaft für die Luftfahrt, die sich später in seinen großen lyrischen Gedankenflügen fortsetzt.


Als Bewunderer der Comics von Osamu Tezuka, dem Vater der modernen Manga, gesteht Miyazaki ein, dass er sich nie ganz vom Einfluss des Meisters freimachen konnte, auch wenn er Tezukas Arbeit im Bereich der Animation durchaus kritisch gegenübersteht.

Miyazaki erlebte seine erste Liebesgeschichte mit dem Kino 1958, bei einer Vorführung von "The White Snake Enchantress" ("Hakujaden"), dem ersten langen japanischen Zeichentrickfilm in Farbe, produziert von den Toei Animation Studios. Damals fasste er den Entschluss, das Zeichnen zu seinem Beruf zu machen. Trotzdem schrieb er sich an der Universität von Gakushuin ein, um Ökonomie zu studieren. In diesen vier Jahren nutzte er die Vorlesungen, um seinen Zeichenstil zu perfektionieren. Während des Studiums interessierte er sich auch für marxistische Theorien.


1963 begann er seine Arbeit bei Toei-Animation und nahm an einer Studiengruppe über Kinderliteratur teil. Auf diese Weise wurde er einer der wenigen japanischen Zeichentrickfilmer, die nicht der Manga-Schule entstammen. Seine kreative Besessenheit und das Arbeitsvolumen, das er bewältigt, heben ihn bald deutlich von den anderen Animatoren des Studios ab. Trotzdem, seine Karriere begann ganz unten auf der Erfolgsleiter. Für den Film "Watchdog Bow How", eine fantasievolle Wiederaufnahme der berühmten 47 Heldengedichte Ronins, die unzählige japanische Actionfilme beeinflussten, wurde er in Intervallen bezahlt. 1964 arbeitete er mit an "Ken, Wolf Boy", der ersten bei Toei produzierten Serie. Dabei lernte er zwei Männer kennen, die sein weiteres Leben entscheidend beeinflussen sollten: seinen späteren Partner Isao Takahata und seinen Mentor Yasuo Otsuka.


Die zeitgleiche Arbeit an den Fernsehserien, die auf Kosten der Kinofilme ging, führte zu ernsten Konflikten zwischen den Zeichnern und der Geschäftsleitung von Toei. Seine Hartnäckigkeit, seine Überzeugungen und seine Charakterstärke veranlassten Miyazaki 1964, im Alter von 23 Jahren, Mitglied der Studio-Gewerkschaft zu werden. Zugleich intensivierte er seine Beziehungen zu Takahata und Otsuka.


Miyazaki schwebte schon immer vor, einen Film zu realisieren, dessen Stil und Handlung das Kinder-Genre sprengen sollte – ein komplexes, zusammenhängendes Szenario für alle Generationen. 1965 beteiligte er sich an einem Projekt, das Takahata und Otsuka ins Leben gerufen hatten. Trotz wachsender Spannungen seitens der Geschäftsleitung von Toei nahm "The Great Adventures of Horus, Prince of the Sun" im Sommer 1968 Gestalt an. Als erste große unabhängige, das heißt von den Künstlern, nicht den Produzenten erdachte, japanische Zeichentrickproduktion, stieß dieses kluge und vorausschauende Werk auf starke Gegenliebe bei der Kritik. Miyazaki war für das Konzept und die Chef-Animation verantwortlich.


In der Branche schlug der Film wie eine Bombe ein. Seine Uraufführung 1968 läutete den Eintritt des Mediums ins Zeitalter der Moderne ein. Ein Schicksal erfüllte sich. "Wir wollten ein Werk schaffen, das uns selbst gefällt und anderen Erwachsenen um die Dreißig", erinnert sich Isao Takahata. "Das hieß natürlich nicht, dass sich der Film nicht auch an ein viel jüngeres Publikum richtet, im Gegenteil. Leider wurde 'Horus' finanziell ein Misserfolg. Das Marketing, das auf ein neues studentisches Publikum hätte abzielen sollen, wurde von Toei schlecht gemanagt. Dennoch hatte der Film Einfluss auf das Studio, weil die Psychologie der Figuren nach 'Horus' mehr auf den Punkt gebracht wurde. Fortan wurden viele Geschichten über das Scheitern von Liebesbeziehungen zwischen einem Mann und einer Frau aus unterschiedlichen Welten in Szene gesetzt. Die dramatischen Mittel, die wir verwendet haben, hatten ihre Wirkung nicht verfehlt."


Nach dem finanziellen Debakel, dem 1969 Otsukas Wechsel zum Konkurrenz-Studio A Production folgte, entschloss sich Miyazaki, bei Toei zu kündigen und mit Isao Takahata zu arbeiten. 1971 fand sich das Trio Miyazaki, Takahata und Otsuka wieder zusammen, um das Universum von "Pippi Langstrumpf" für die Leinwand zu adaptieren. Doch die Schöpferin von Pippi, die weltberühmte Autorin Astrid Lindgren, verweigerte die Zustimmung. Nach dieser Erfahrung bei den Vorbereitungen beschlossen Miyazaki und Takahata, sich nicht mehr von Auftragsarbeiten einschränken zu lassen und ließen ihrer Imagination in den beiden Kurzfilmen "Panda Kopanda" ("Panda, Little Panda") 1972 und 1973 freien Lauf.


Ihrem Ruf, Leinwandabenteurer zu sein, wurden die Komplizen mit ihrem nächsten Projekt gerecht, einer Arbeit, die dem langen Atem der Nippon Animation bedurfte.

Mit "Heidi" griffen sie das Prinzip erfolgreicher TV-Serien auf und schufen unter dem Motto "Klassische Werke von Weltrang" eine Reihe von Zeichentrick-Adaptionen großer Werke der Kinderliteratur. Auch wenn die Serie von Erfolg gekrönt war, räumte Miyazaki, der die dramatischen Konzeptionen erarbeitete, später ein, er hätte lieber die finanzielle Unabhängigkeit gehabt, dieses Projekt abzulehnen. Während dieser Epoche, 1978, realisierte Miyazaki auch seinen ersten Zeichentrickfilm fürs Fernsehen, "Future Boy Conan". Hier formte er die Grundlagen seines Stils, skizzierte seine Themen und deckte seine romanhaften Vorlieben auf. Trotz der Beschränkungen durch das Format entstand eine Serie von sehr hohem technischen Niveau. Eine Karriere jenseits aller Normen nahm ihren Lauf.


Im folgenden Jahr setzte Miyazaki die besten Passagen seiner Serie zu einer Arbeit fürs Kino neu zusammen. "Future Boy Conan" sollte sein erster Film als Regisseur werden. Doch Miyazaki weigert sich, seine Urheberschaft anzuerkennen. Seiner Meinung nach können die wenigen Szenen, die er hinzugefügt hat, die Zensur nicht aufheben, die die Produktion auf das Drehbuch ausübte. Frustriert verließ er Nippon Animation und wechselte zum Studio Telecom Animation Film. Dort begannen Miyazaki und Takahata sogleich mit der Arbeit an einem neuen Projekt. "Lupin III" schildert die unglaublichen, romantischen und traumhaften Abenteuer einer Figur, die sie bereits 1971/72 fürs Fernsehen inszeniert hatten – den Erben des von Maurice Leblanc erfundenen Gentleman-Einbrechers.


Als Regisseur gelang Miyazaki mit "The Castle of Cagliostro", was viele als sein erstes Meisterwerk bezeichnen, eine Hommage an Paul Grimaults "The Curious Adventures of Mr. Wonderbird". Mit seinem Mentor Yasuo Otsuka, der bereits stark in die Entwicklung der verschiedenen "Lupin III"-Episoden eingebunden war, beschloss Miyazaki, in der extrem knappen Produktionszeit von wenigen Monaten einen 90-minütigen Animationsfilm zu realisieren. Bedenkt man die semantischen, ästhetischen und technischen Ambitionen des Projekts, so war noch nie – und wird nie wieder – eine solche Großleistung vollbracht werden. Miyazaki und sein Team stellten sich einem anstrengenden Marathon, aus dem sie erschöpft, aber siegreich hervorgingen.


In "The Castle of Cagliostro" erfindet Hayao Miyazaki den Charakter der mythologischen "Nausicaä" neu, deren zeitgenössische Doppelgängerin "Clarisse" ist. Mehr noch als "Nausicaä", die 1984 seinen Ruhm endgültig begründen sollte, ist dieser Charakter die Inkarnation der legendären Königstochter in Homers "Odyssee". Wie die epische "Nausicaä" ist sie eine auf einer Insel lebende Prinzessin, die Lupin, Miyazakis Odysseus-Figur, rettet. Er macht aus Lupin einen komplexen, äußerst liebenswerten Charakter. Clever, kompetent und voraus-schauend steht er für Durchhaltevermögen und die perfekte Verbindung von Dreistigkeit und Umsicht. Er verkörpert Treue, Reinheit und den Triumph der Intelligenz über brutale Kraft.

"The Castle of Cagliostro" ist der Felsen, auf den sich Miyazakis Ruhm gründet. Bald klopften amerikanische Produzenten an, doch Miyazaki zeigte sich von ihren Angeboten unbeeindruckt. Er verachtete den Mangel an Integrität und Engagement im amerikanischen Animationsbusiness.


Für Miyazaki begann eine Periode des Übergangs. Noch einmal produzierte er einige erstaunliche Episoden der "Lupin III"-Serie fürs Fernsehen ebenso wie eine italienisch-japanische "Sherlock Holmes"-Coproduktion.

Er leistete einen kleinen Beitrag zu dem Animationsfilm "Cobra", einem damals populären mythischen Kinder-Helden. Aber er fand die Beschränkungen des Mediums erdrückend für seine kreative Arbeit. Von seinen Freunden Otsuka und Takahata gedrängt, gab er das Projekt zugunsten eines vielversprechenderen auf.


1982 begann er mit der Veröffentlichung des Mangas "Nausicaä", ein lyrisches Epos, das sich über zwölf Jahre und über 1000 Seiten erstreckt. Das einem breiten westlichen Publikum unbekannte Meisterwerk fand schnell weltweite Anerkennung in Kunstkreisen. 1984 beschloss Miyazakis Herausgeber Yasuyoshi Tokuma, die Geschichte für die Leinwand zu adaptieren. Miyazaki erklärte sich bereit, Regie zu führen. So wurde eine emblematische Heldin des modernen japanischen Animationsfilms geboren, ein zweiter Boom des Genres begann.


Die Geschichte einer jungen Prinzessin, die in einem chaotischen und gefährlichen Universum ums Überleben kämpft, sprach ein weltweites Publikum an. Der Film, der das offizielle Siegel der World Wildlife Association trug, gewann zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Festivals. In Frankreich kam der Film allerdings nur auf Video in einer um 30 Minuten gekürzten Fassung heraus – Miyazaki war erbost über die Verstümmelung seines Werks und verbot zehn Jahre lang alle weiteren ausländischen Aufführungen.


Akira Kurosawa erklärt: „'Nausicaä' war der Film, der dem großen Autorenfilmer die Anerkennung eines breiten Publikums brachte. Ich schätze ihn sehr. Ich glaube, wir beide kommen aus der gleichen Schule, teilen die gleiche Strenge, den gleichen Geschmack für menschliche Geschichten im großen Rahmen. Aber ich bin beunruhigt, wenn die Kritiker unsere Arbeit in einen Topf werfen. Man darf die Bedeutung von Miyazakis Arbeit nicht herabsetzen, indem man sie mit meiner vergleicht."




Hayao Miyazaki - Ausgewählte Filmografie als Regisseur



Fernseh-Serien


1978 Mirai Shonen Konan (26 Episoden)

The Future Boy Conan

1980 Shin Rupan Sansei (2 Episoden)

Lupin III – The Second TV Series

1982 Meitantei homuzu (6 Episoden)

The Great Detective Holmes



Kurzfilme


1992 Sorairo no Tane (The Blue Seed)

1995 On Your Mark

2001 Kujiratori (The Whale Hunt)

Koro no Osanpo (Koro’s Big Day Out)



Spielfilme

1979 Kariosutoro no Shiro (The Castle of Cagliostro)

1984 Kaze no Tani no Nausicaa (Nausicaä of the Valley of the Winds)

1986 Tenkuu no Shiro Rapyuta

(Laputa: Castle in the Sky / DAS SCHLOSS IM HIMMEL)

1988 Tonari no Totoro (My Neighbor Totoro)

1989 Majo no Takkyubin (Kiki’s Delivery Service)

1992 Kurenai no Buta (Crimson Pig)

1997 Mononoke Hime (Prinzessin Mononoke)

2001 Sen to Chihiro no Kamikakushi

(Spirited away / Chihiros Reise ins Zauberland)

2004 Hauru no ugoku shiro (Das wandelnde Schloss)















STUDIO GHIBLI - Eine japanische Traumfabrik


Vasuo Otsuka wird zu Recht als Meister und Inspirationsquelle von vielen der berühmtesten japanischen Animationsfilme angesehen, an denen Hayao Miyazaki und Isao Takahata mitgewirkt haben. Nach einer Reihe von Zeichentrick-produktionen in Spielfilm-Länge, die von Toei in der Nachkriegsära produziert wurden, machte er unglaubliche technische und formale Entdeckungen, die die Branche revolutionieren sollten und ihr strikte kreative Kriterien auferlegten.

Miyazaki und Takahata setzten seinen Weg fort. Mit der Gründung der Ghibli-Studios 1985 zollten sie ihm Respekt, indem sie hochrangige Animationen schufen, ganz im Sinne der Träume und Visionen ihres Lehrmeisters.

Die Ghibli Studios können sich einerseits anspruchsvoller, industrieller Arbeitsweisen rühmen - mit einem Schwerpunkt auf künstlerischem Schaffen - und sind andererseits groß genug, sorgsam animierte Filme zu produzieren und gleichzeitig das für das künstlerische Schaffen nötige lockere Arbeitsumfeld zu erhalten.


"Als die Ghibli Studios gegründet wurden, gehörte der Firma Tokuma Shotens ein Magazin mit Namen 'Animage'." Isao Takahata erinnert sich, dass Miyazaki damals bereits an dem Manga "Nausicaä" arbeitete.

"Natürlich war man auf seine Arbeit an dem Comic aufmerksam geworden, aber die Leinwand-Adaption stellte ein großes Risiko dar. Im Vergleich zu anderen Manga-Zeichnern, war Miyazaki damals noch unbekannt und Tokuma hatte weder Know-how noch ein Animations-Studio. Wie sollten sie vorgehen? Wir sahen uns mit einer völlig neuen Situation konfrontiert.

Wir hatten einen Stoff, einen Regisseur (Miyazaki), aber das war auch schon alles. Das brachte uns in Zugzwang, ein Studio zu gründen. Wir arbeiteten mit Studio Topcraft zusammen, in der Überzeugung, dass, wenn Tokuma wirklich in die Welt der Animation eintauchen wollte, sie rigoros sein und Langzeit-Optionen bieten mussten. Wir wollten nicht nur ein Studio 'mieten' und es nach Beendigung des Projekts wieder auflösen.


So entstanden die Pläne für Ghibli. Ich überzeugte Mr. Hara, den damaligen Präsidenten von Topcraft, bei uns einzusteigen. Toshio Suzuki, zu dem Zeitpunkt Chefredakteur von 'Animage', wurde Produzent von Ghibli Films, das gleich nach der Fertigstellung von 'Nausicaä of the Valley of the Winds' gegründet wurde. Es wurde beschlossen, dass Miyazaki und ich als Regisseure, Projektmanager und ausführende Produzenten der Studio-Filme fungieren sollten."


"Ich glaube, Ghibli Studio nimmt eine Ausnahmestellung nicht nur in der japanischen Zeichentrick-Produktion, sondern weltweit ein," fügt Toshio Suzuki, Präsident der Ghibli Studios, hinzu. "Ghibli produziert in erster Linie spielfilm-lange Animationen nach Originalbüchern. Solche Großprojekte sind immer ein Risiko, die meisten Studios beschränken sich auf Fernseh- und Video-Animation.

Jede Woche werden in Japan über 40 TV-Cartoons gesendet. Es gibt ein merkwürdiges Phänomen in diesem Land: Wenn die Jungen über Film reden, meinen sie Hollywood. Eine Zeitlang hat man sich hierzulande wenig für Eigenproduktionen und einheimische Schauspieler interessiert. Wir wissen nicht, woher dieses mangelnde Interesse rührt. Ironischerweise hat aber die Beliebtheit der Animation im gleichen Zeitraum zugenommen, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen.


Das war besonders auffallend beim zeitgleichen Start von Hayao Miyazakis 'My Neighbor Totoro' und Isao Takahatas 'Grave of the Fireflies'. Beide Filme gewannen alle erdenklichen Preise und Kritikerlob. Menschen im Westen überrascht es zu sehen, dass in Japan Erwachsene im Kino Zeichentrickfilme anschauen. Ghibli Studio sieht seinen Auftrag darin, Filme von so hoher Qualität zu produzieren, dass sie dem Massen-Anspruch eines breiten Publikums standhalten und die Animation aus dem Ghetto herausholen, in das sie eingesperrt war."


Der triumphale Erfolg von "Nausicaä" bahnte den Weg für das Studio Ghibli (1985) – ein Studio, dessen Fundament die Handwerkskunst ist, das sich aber paradoxerweise mit Fließband-Produktionen etablierte.

Das italienische Wort "ghibli" bedeutet "heiße Winde", die über eine Wüste wehen, und versinnbildlicht Miyazakis, Takahatas und Otsukas Wunsch, Japans Animations-Industrie von Schmutz und Korruption zu säubern, quasi sand-zustrahlen.


Abwechselnd seine Rolle hinter der Kamera mit der des Produzenten und Finanziers tauschend, realisierte Miyazaki 1986 sein erstes Spielfilmprojekt für das Studio: Das Schloss im Himmel, inspiriert von Jonathan Swifts "Gullivers Reisen" und den futuristischen Texten von Jules Verne. Der Film erzählt von zwei jungen Menschen auf der Suche nach Glück, die ein verrücktes Utopia in den Katakomben der fliegenden Festung Laputa entdecken.


"Die Pracht eines Films wie Das Schloss im Himmel lässt uns plötzlich die Magie unseres Mediums erkennen, und wie unmöglich es ist, für Geld alles zu bekommen," sagt Glen Keane (Tarzan). "Das Buch und die Animationen von Das Schloss im Himmel sind mit so viel Liebe und Imagination geschaffen, dass skrupellose Produzenten bestimmt bereits das fünfte Sequel daraus entwickelt hätten. Hayao Miyazakis Talent liegt darin, dass seine Filme fruchtbar sind, dicht geschichtete Wunder. Das Schloss im Himmel birgt eine reiche Vielzahl an Kulturen. Wenn du das Kino verlässt, fühlst du dich irgendwie verändert."


1988 führte Miyazaki Regie bei "My Neighbor Totoro", einer fantastischen Erzählung voller Mitgefühl und großer Zärtlichkeit. Der Film zählt bis heute zu den populärsten japanischen Produktionen.

"Ich sollte das eigentlich nicht sagen," gesteht Michael Eisner, Präsident der Disney Studios, "aber 'My Neighbor Totoro' war lange Zeit der Lieblingsfilm meiner Kinder. Er enthält etwas undefinierbar Magisches. Noch bevor der Film in den USA auf Video erschien, hatte ich zuhause eine japanische Kopie. Die entdeckten meine Kinder eines Tages. Und obwohl sie die Original-Dialoge nicht verstehen konnten, faszinierte sie der Film. Ich weiß gar nicht, wie oft sie ihn angeschaut haben."


Im Jahr darauf beendete Miyazaki einen Zeichentrick-Kurzfilm, "The Age of Sea Planes", der "Crimson Pig" bereits vorausnahm. Dem Publikum brachte er das einnehmende Lächeln und das spitzbübische Wesen von Kiki in "Kiki’s Delivery Service" nahe. Die Abenteuer der kleinen Hexe, die in einer Welt aufwächst, in der die Erwachsenen sich weigern, sie zu verstehen, ist eine Allegorie auf den gefährlichen Druck der Konformität.

Brad Bird ("The Simpsons", "Der Gigant aus dem All") bekennt: "Hayao Miyazaki ist mein Lieblings-Filmemacher. Ein Film wie 'Kiki’s Delivery Service' erzählt nicht einfach eine Geschichte – er macht dich erwachsen. Als Animator muss man jeden seiner Filme genießen wie Spaß und gleichzeitig wie eine Lektion, die man zu lernen hat. Es gelingt ihm, jedes Publikum anzusprechen, es zu interessieren und zu unterhalten. Ich bewundere ihn zutiefst, er ist mein Vorbild."


1992 entstand "Crimson Pig", die Geschichte eines Wasserflugzeug-Piloten. Elegant und kultiviert, im Stil großer Romanzen und schwarzhumoriger Nachkriegsklassiker wie Michael Curtiz‘ "Casablanca", vermischt Miyazaki bei "Crimson Pig" verschiedene Genres, gefiltert durch seine einmalige Sensibilität. Es ist vielleicht der persönlichste Film des Regisseurs.


Studio Ghibli - Filmografie


1984 Kaze no Tani no Nausicaa (Nausicaä of the Valley of the Winds)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Produzent: Isao Takahata

Regie: Hayao Miyazaki


1986 Tenkuu no Shiro Rapyuta

(Laputa: Castle in the Sky / DAS SCHLOSS IM HIMMEL)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Produzent: Isao Takahata

Regie: Hayao Miyazaki


1988 Tonari no Totoro (My Neighbor Totoro)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Regie: Hayao Miyazaki


Hotaru no Haka (Grave of the Fireflies)

Original-Story von Akihiko Nosaka

Musik: Michio Mamiya

Regie: Isao Takahata


1989 Majo no Takkyubin (Kiki’s Delivery Service)

Original-Story von Eiko Kadono

Drehbuch: Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Titelsong: Yumi Arai

Produktion und Regie: Hayao Miyazaki


1991 Omoide Poroporo (Only Yesterday)

Original-Manga von Hotaru Okamoto and Yuko Tone

Drehbuch: Isao Takahata

Musik: Masaru Hoshi

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Isao Takahata






1992 Kurenai no Buta (Crimson Pig)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Titelsong gesungen von Tokiko Kato

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Hayao Miyazaki


1993 Umi ga Kikoeru (The Ocean Waves) Fernsehproduktion

Original-Story von Saeko Himuro

Musik: Shigeru Nagata

Produktion: Nozomu Takahashi

Regie: Tomonori Mochizuki


1994 Heisei Tanuki Gassen Pompoko (Pom Poko)

Original-Story und Drehbuch von Isao Takahata

Musik: Shang Shang Typhoon

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Isao Takahata


1995 Mimi wo Sumaseba (Whisper of the Heart)

Original-Manga von Aoi Hiiragi

Drehbuch: Hayao Miyazaki

Musik: Yuji Nomi

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Yoshifumi Kondo


1997 Mononoke Hime (Prinzessin Mononoke)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Hayao Miyazaki


1999 Ho-hokekyo Tonari no Yamada Kun (My Neighbors the Yamadas)

Original-Manga von Hisaichi Ishii

Drehbuch: Isao Takahata

Musik: Akiko Yano

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Isao Takahata


2001 Sen to Chihiro no Kamikakushi (Spirited away / Chihiros Reise ins Zauberland)

Original-Story und Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Hayao Miyazaki


2004 Hauru no ugoku shiro (Das wandelnde Schloss)

Nach dem Buch von Diana Wynne Jones

Drehbuch von Hayao Miyazaki

Musik: Joe Hisaishi

Produktion: Toshio Suzuki

Regie: Hayao Miyazaki


Isao Takahata - Produzent



Isao Takahata ist seit langem ein Kollege von Miyazaki und ein weiterer führender Kopf des Studio Ghibli. Anders als Miyazaki begann Takahata seine Karriere von Anfang an als Regisseur. 1935 geboren, machte er seinen Abschluss an der renommiertesten Universität Japans, der Universität in Tokio. 1959 trat er im neu gegründeten Animationsstudio Toei Doga ein.


Takahata und Miyazaki wurden durch die Animationsabteilung bei Toei Doga Freunde, Miyazaki war Chefanimateur und er war Vize-Chef. Sein erster Film „Horus: The Prince of the Sun“ (1968) wird immer noch als eines der besten Beispiele für japanische Animation angesehen. Miyazaki arbeitete als Animateur für diesen Film und brachte zahlreiche Ideen ein. Takahata und Miyazaki arbeiteten für viele großartig animierte Meisterstücke als Regie- und Animationsteam zusammen, darunter „Lupin III“, „Heidi“, „3000 Leagues in Search of Mother“ und „Anne of Green Gables“.


Als Tokuma an Miyazaki mit dem Vorschlag herantrat, aus dem Nausicaä Manga einen Film zu machen, war Miyazakis einzige Bedingung, Takahata als Produzent zu haben. Es war das erste Mal, dass Takahata als Produzent gearbeitet hat, aber er machte es großartig. Er produzierte auch gleich den nächsten Film von Miyazaki Das Schloss im Himmel (1986), danach führte er bei seinem ersten Film für Ghibli Regie „Grave of the Fireflies“ (1988). Seitdem war er Regisseur bei „Only Yesterday“, „Pom Poko“ und „My Neighbors the Yamadas“. Takahata arbeitete auch als ‘Music Director’ für „Kiki” und als Produzent von „I Can hear the Sea“.



JOE HISAISHI - Musik


Geboren am 6. Dezember 1950, studierte Joe Hisaishi zunächst Musik an der Universität in Kunitachi. Sein erstes Album "Mkwaju", die rauschhafte Mischung von Walzer-Musik mit zeitgenössischen Klängen, nahm er 1981 auf. Mit dem Wonder City Orchestra produzierte er anschließend "Information", eine verblüffende, auf Perkussion und Trommeln basierende Komposition.


Doch erst die Begegnung mit Hayao Miyazaki 1984 brachte ihn dazu, die ganze Bandbreite seines Könnens zu entfalten. Mit "Nausicaä of the Valley of the Winds" avancierte er zum offiziellen Komponisten des japanischen Animations-Meisters.

In den zwanzig Jahren ihrer Zusammenarbeit haben die beiden Männer ein breites Stil-Spektrum entwickelt: von epischen über harmonische bis zu naiven Klängen.


1988 gründete Hisaishi sein eigenes Label Wonder Land Inc. und nahm, ein Jahr später, sein erstes Album in New York auf, "Pretender". Mit Elektro-Pop Einspielungen symphonischer Werke offenbarte Hisaishi seinen flüssigen, einprägsamen Stil, der auch seine Film-Kompositionen prägt und den er bei so unterschiedlichen Genres wie Abenteuer, Drama, Komödie, Fantasy oder Thriller zum Einsatz bringt.


1991 lernte er bei seiner Arbeit an "A Scene at the Sea" einen anderen berühmten japanischen Regisseur kennen, Takeshi Kitano. Das war der Beginn einer langen, fruchtbaren Zusammenarbeit, die bis heute fortbesteht. Einmal mehr gelang es dem kreativen Musiker, den Stil des Regisseurs zu erfassen und eine Musik zu komponieren, die den Bildern des Filmemachers einen Hauch Unsterblichkeit verleihen.


In Frankreich hat er sich durch den Score zu Olivier Dahans "Little Tom Thumb" (2001) einen Namen gemacht. Hisaishi hat ein umfangreiches Werk geschaffen. Er ist in seiner Heimat ein Star und hat, neben seinen Arbeiten für Film und Fernsehen, zahlreiche freie Kompositionen und experimentelle Stücke geschaffen, bis heute über 50 Alben.

In jüngster Zeit : Hisaishi komponierte für MK2 einen Originalscore für die Restauration von Buster Keatons Meisterwerk "Der General" von 1927.

 

    
                                                                                                                         125 Min

Das Waisenmädchen Sheeta besitzt einen magischen Kristall, der in Verbindung zum legendären Himmelskönigreich Laputa steht. Doch der böse Musca und eine Bande Luftpiraten wissen um das Geheimnis des Steines und wollen ihn in ihren Besitz bringen. Gemeinsam mit dem mutigen Jungen Pazu besteht Sheeta auf der Flucht vor ihren Verfolgern viele Abenteuer, bis beide den Weg zu den Ruinen des alten Königreichs finden. Sheeta und Pazu gewinnen die Luftpiraten als Verbündete und müssen nun gemeinsam gegen den furchtbaren Musca kämpfen, der mit aller Gewalt die Macht über Laputa an sich bringen will. Jetzt liegt das Schicksal von Laputa in ihren Händen...

 

 

Notiz


Der japanische Regisseur Hayao Miyazaki, der in Japan absoluten Kultstatus genießt und dessen Film dort unglaubliche Besucherrekorde brechen, ist auch in Deutschland längst ein sicherer Erfolgsgarant für publikumswirksame, anspruchsvolle Familienunterhaltung geworden.

Nach dem großen Erfolg seiner Filme Chihiros Reise ins Zauberland - der 2003 den Goldenen Bären und den Oscar® für den besten Animationsfilm gewann - und dem 2005 ebenfalls oscarnominierten Das wandelnde Schloss, wurde der weltberühmte japanische Anime-Meister im vergangenen Jahr mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Zum ersten Mal in der 62-jährigen Geschichte der Filmfestspiele geht dieser Preis an einen Regisseur von Animationsfilmen.

Universum Film erschließt dem deutschen Kinopublikum nun konsequent das Lebenswerk Miyazakis: DAS SCHLOSS IM HIMMEL ist der erste Film, den Miyazaki mit seinem mittlerweile legendären Studio Ghibli produziert hat - ein frühes Meisterwerk mit dem der Animations-Virtuose in echter Miyazaki-Manier bereits alle Facetten seiner überbordenden Fantasie und seines visuellen und erzählerischen Genies offenbart.

„Von Gullivers Reisen angeregt, ist das Fantasy-Abenteuer DAS SCHLOSS IM HIMMEL von 1986 Hayao Miyazakis dritter Spielfilm, der ihm, in Japan wie auch in Amerika, den Ruf eines Visionärs eintrug. In DAS SCHLOSS IM HIMMEL finden sich Teile von Myazakis früherem Werk Nausicaä wieder, es nimmt aber auch bereits Bilderwelten aus seinen späteren Filmen My Neighbor Totoro und Chihiros Reise ins Zauberland vorweg. Die aufregenden Flugszenen, sympathischen Figuren und fantastischen Visionen einer dampfbetriebenen Zukunft, die ein Jules Verne erdacht haben könnte, machen DAS SCHLOSS IM HIMMEL zu einem Muss für alle Fans japanischer und westlicher Animationsfilme.“ (Charles Solomon)


Mit der für ihn typischen Lebensklugheit und Erfindungsgabe präsentiert uns Hayao Miyazaki in DAS SCHLOSS IM HIMMEL einmal mehr eine spannende, wunderschön gezeichnete Abenteuer-Geschichte, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen verzaubern wird.


 

Die Geschichte

 
 
 

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