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Die Bären sind los Filmtipp

„Einst war Buttermaker ein großer Baseball-Spieler. Heute kann er damit höchstens noch an der Bar angeben, um Gesprächsstoff zu haben“, sagt Billy Bob Thornton, der in der neuen Komödie „Die Bären sind los“ eine ehemalige Sportskanone spielt und dazu berufen wird, die Bären - eine unfähige Jugendmannschaft in Baseball - zu managen. Dazu Thornton: „Er wurde für dieses Team als Coach gekauft – und obwohl er es zunächst nur wegen des Geldes tut, erwacht auf dem Spielfeld sein alter Kampfgeist.“

Richard Linklater, der bereits bei seinem letzten Erfolgsfilm „School of Rock“ von 2003 mit Kinderschauspielern zu tun hatte, behauptet, dass die Chance, mit Thornton zu arbeiten, der entscheidende Grund für ihn war, diesen Film zu machen. „Mir gefällt es, wie Billy seinen Platz in der amerikanischen Kultur eingenommen hat“, meint Linklater. „Er ist einer der letzten wahren Anti-Helden. Er ist ein Outlaw und einer dieser schurkenhaften Kerle, die man einfach gern haben muss. Davon gibt es nur wenige. Und: Wir sind beide ehemalige Baseball-Spieler.“

Produzent J. Geyer Kosinski fügt hinzu, das Billy Bob Thornton damit eine Eigenschaft mitgebracht hat, die für die Rolle des Buttermaker einfach treffend war. „Unser Film eignet sich für Kinder aller Altersklassen. Ob Kinder im Grundschulalter, Teenager oder junge Erwachsene - Billy Bob Thornton spricht sie alle an. Das Besondere ist, dass Billy bereits in Filmen wie „Sling Blade – Auf Messers Schneide“ und „Bad Santa“ eine innige und lebensechte Beziehung zu Kindern hatte“, glaubt Kosinski.

„Ich liebe das Original“, sagt Thornton über den unvergessenen Film von 1976 mit Walter Matthau als Buttermaker, Tatum O’Neal als die begnadete Werferin Amanda Whurlitzer und Vic Morrow als Roy Turner, der Coach der Yankees. „Walter Matthau war wie geschaffen für diese Rolle. Er war ein großer und liebenswerter Griesgram. Ich hoffe, dass ich mindestens ein halb so liebevoller Griesgram bin“, so Thornton.

Obwohl die Autoren Glenn Ficarra und John Requa das Drehbuch dem 21. Jahrhundert angepasst haben, blieb die Struktur der Originalgeschichte von Bill Lancaster (Sohn von Burt Lancaster) nach 30 Jahren weitgehend unberührt. „Bill Lancaster hat ein unglaubliches Skript verfasst“, meint Requa. „Wir wollten damit nicht leichtfertig umgehen. Wenn etwas nicht zerbrochen ist, muss man es auch nicht flicken. Wir haben die Story lediglich ein bisschen aktualisiert und auf die Schauspieler, die für den neuen Film angeheuert wurden, zugeschnitten. Aber im Grunde genommen haben wir die Struktur und das Gerüst des Originals beibehalten.“

„Unserer Ansicht nach ist das Original von ‚Die Bären sind los’ eine Schablone für jeden modernen Sportfilm, weil es um Teamgeist und Zusammenhalt geht“, führt Requa weiter aus. „Davor handelten große Sportfilme eher von einer Figur, die zum großen Helden aufsteigt, oder die Handlung spielte sich meistens außerhalb des Spielfeldes ab. In ‚Die Bären sind los’ wurden solche Darstellungen vermieden. In vielerlei Hinsicht war es daher der perfekte Film.“ Wenn man Publikumslieblinge überhaupt als subversiv bezeichnen konnte, dann traf dies auf „Die Bären sind los“ zu. Allein wenn sich Tanner Boyle in seine politisch unkorrekten Schimpfgebärden verliert, um seine Teammitglieder etwa als „Popel fressende Volltrottel“ zu bezeichnen, wird klar, dass der Film seine Figuren niemals herabsetzen und altklug erscheinen lassen würde. Trotz seiner Kantigkeit und seines sarkastischen Witzes besitzt der Film „Die Bären sind los“ genügend Wärme und Großherzigkeit. Die beiden neuen Schreiber hielten sich das Ziel vor Augen, diese duale Sensibilität des Originals beizubehalten.

Das Ganze haben sie mit ihrem Wissen über den Nationalsport noch zusätzlich aufgefrischt. „Wir wussten am Ende so viel über Baseball, dass wir in einer Kneipe nicht mehr verprügelt werden dürften“, schmunzelt Ficarra. „Unsere wichtigsten Quellen waren dabei Billy und Richard.“ Das Autorenteam besuchte außerdem lokale Baseball-Jugendspiele. Überraschend stellten sie dabei fest, „dass sich das Bild von schreienden Vätern, die ihre Kinder mies machen, in 30 Jahren nicht verändert hat.“

Genau auf so einem Spielfeld fanden die Filmemacher Sammi Kane Kraft, eine echte Werferin ohne Schauspielerfahrung. Das war es, wonach gesucht wurde. „Von Anfang an wussten wir, dass wir eine Amanda wollen, die wirklich werfen kann“, sagt Linklater über die Spitzenspielerin in drei Sportarten, die einen Fastball so kräftig schlagen kann, dass er eine Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometer erreicht. „Ich wollte das mit der Kamera festhalten, um zu zeigen, dass sie richtig zuschlagen kann. Für jemanden, der sein Schauspieldebüt gibt, ist Sammi gut durchgekommen.“

Auf ihrer Suche nach weiteren jungen Ballspielern in den Vorstädten Südkalifornien, wo die Geschichte schließlich spielt, entdeckten die Filmemacher, dass sich die Gegend doch ziemlich verändert hat. „Wir haben versucht, diese ethnische Vielfalt in unser Team aufzunehmen, um dem Bild heutiger Vorstädte gerecht zu werden“, erklärt Ficarra.

Um das zu erreichen, erfanden die Autoren einige neue Figuren und rückten die alten Lieblinge aus der Geschichte ein wenig zurecht. Matthew Hooper etwa sitzt hier mit einer doppelseitigen Lähmung im Rollstuhl, „um die politisch korrekte Denkweise zu unterstützen, dass ‚jedes Kind spielen kann’“, so Ficarra weiter. Garo Daragebrigadian ist ein armenisches Kind im Kampf mit dem Glauben seiner altmodischen Familie. Und in dieser Version ist Ahmad Abdul Rahim nur verwirrt über Buttermakers Anspielungen auf den schwarzen Aktivismus in den Siebzigern. Die ständig statistische Zahlen ausspuckende Nervensäge wird in der neuen Version zu einem Indianerkind namens Prem Lahiri, das seine Statistiken auf einem Laptop speichert.

„Ich wollte sicher gehen, dass jedes Kind seine eigene und unverwechselbare Persönlichkeit hat. Keines sollte in einer undefinierbaren Masse von Kindern untergehen“, stellt Linklater klar. „Aber das erwartet man von jedem Ensemblefilm. Deshalb bin ich hier nicht anders vorgegangen. Amanda muss werfen können, und Kelly muss ein guter Ballspieler sein. Abgesehen davon, war es am wichtigsten, eine interessante Gruppe von Kindern zusammenzubringen.“

„Die Bären sind los“ passt perfekt in Linklaters Filmographie, zu der auch „Rumtreiber“, „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“, „Before Sunrise – Zwischenstopp in Wien“, „Suburbia“, „Die Newton Boys“, „Before Sunset“ und „School of Rock“, der Kinohit des Jahres 2003, dazugehören.

Thornton bemerkt, dass Linklater mit seinen filmischen Erfahrungen einfach der richtige Regisseur für diesen Film war: „Da Rick Linklater aus dem Independent-Filmbereich kommt, hat er mit ‚Die Bären sind los’ eine realistische und humorvolle Komödie abgeliefert. Womit vermieden werden konnte, dass aus dem Stoff nur blöder Kinoklamauk entsteht.“

„Die Autoren sagten zu mir: ‚Du bist der einzige, der das schaffen kann“, erinnert sich Linklater. „Als ich das Skript las, hätte ich mich vor Lachen wegschmeißen können. Es ist immer schwierig, eine gute Originalgeschichte verbessern zu wollen. Aber ich denke, es ist zulässig, die Story mit den darin vorkommenden Figuren unserer heutigen Zeit anzupassen. Insofern war es eine echte Herausforderung, einen Baseball-Film mit Kindern durchzustehen und dann auch noch herauszufinden, wie man einen Klassiker in die Gegenwart verlegt.“

    
                                                                                                                         113 Min

Die „Bears“, ein Junior-Baseball-Team, wollen nur eines: die Meisterschaft gewinnen. Prima Ziel, wären die Kids nicht ein einziger Chaoshaufen. Vielleicht ist der neue Trainer Morris Buttermaker (Billy Bob Thornton) ihre Rettung. Der ehemals professionelle Baseball-Spieler macht den Job zwar nur aus Geldsorgen, aber womöglich ist er der richtige Mann für diesen verlorenen Posten. Soll es mit dem ersehnten Titelgewinn klappen, müssen die schlappen Bären allerdings ihre größten Rivalen, die Yankees, und deren überheblichen Coach (Greg Kinnear) besiegen. Nur wie? Eins steht fest: Die Bären müssen sich mächtig ins Zeug legen. Und der neue Trainer scheint doch einen besseren Einfluss auf die unbegabten Außenseiter zu haben, als es zuerst scheint. Baseball hat Regeln. In diesem Team sind Ausnahmen die Regeln.


In „Bad Santa“ war Billy Bob Thornton ein richtig fieser Weihnachtsmann. Noch fieser zeigt er sich nun als Trainer von 12 unbeholfenen Baseball-Spielern. In „Die Bären sind los“ spielt er den ergrauten Ex-Baseball-Profi Morris Buttermaker, der von einer prüden Anwältin (Marcia Gay Harden) bestochen wird, die Bären - eine jämmerliche und unbeholfene Jugend-Baseball-Mannschaft - zu trainieren. Buttermaker muss einen Weg finden, um die Bande aus zwölf Außenseitern die Meisterschaft gewinnen zu lassen. Dafür müssen sie allerdings gegen ihre gehassten Rivalen, die Yankees und deren arroganten Coach (Greg Kinnear) antreten.


Vom Regisseur, der uns bereits mit „School of Rock“ begeisterte, und von dem Autorenteam, das uns „Bad Santa“ bescherte, kommt diese zum Brüllen komische Hommage an eine der frechsten Komödien aus dem Jahre 1976. Die erste Version von „Die Bären sind los“ wurde nach einem Drehbuch von Bill Lancaster von Michael Ritchie inszeniert. Walter Matthau und Tatum O’Neal spielten damals die Hauptrollen. Paramount Pictures präsentiert nun eine neue Version, bei der es sich um eine Media Talent Group-Produktion in Zusammenarbeit mit Detour Filmproduction handelt. „Die Bären sind los“ ist unter der Regie von Richard Linklater nach dem Originaldrehbuch von Bill Lancaster entstanden, das von dem Autorenteam Glenn Ficarra und John Requa neu bearbeitet wurde. Die Produzenten sind J. Geyer Kosinski und Richard Linklater. Marcus Viscidi ist der ausführende Produzent. Die Stars des Films sind Billy Bob Thornton, Greg Kinnear, Marcia Gay Harden und natürlich zwölf kleine Helden.


DIE PRODUKTIONSNOTIZEN

 
 

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