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Geräusche in Kinofilmen: So werden sie gemacht

 
 
29.03.2018 12:26

Wann habt ihr euren letzten Horrorfilm gesehen? Ihr kennt sicher das Gefühl, wie ihr bei den schreckenerregenden Geräuschen in eurem Kinosessel zunehmend kleiner werdet und vielleicht sogar das eine oder andere Mal die Hand als Augenschutz zur Hilfe nehmt, um die drohende Schrecksekunde ein wenig abzumildern...


Geräusche sind in der Filmbranche ein weitläufiges und wichtiges Thema. Zahlreiche Spezialisten befassen sich ausschließlich mit der Generierung von passenden Geräuschen und Klängen. Was ihr aber sicherlich noch nicht wusstet: Die meisten natürlich erscheinenden Geräusche werden in Tat und Wahrheit künstlich erzeugt. Dabei kommen viel alltäglichere Gegenstände zum Einsatz als ihr es für möglich halten werdet.

Akustische Wassereffekte werden fast immer verstärkt! Wenn ihr einen Film schaut, nehmt ihr das Geräusch des Regens oder beispielsweise das Geräusch eines Wasserfalls inmitten einer Landschafts- oder Naturaufnahme als naturgegeben wahr. Doch der Schein trügt: Insbesondere akustische Effekte rund um das Element Wasser werden von den Filmemachern und Akustikexperten gezielt verstärkt und zum Teil sogar künstlich produziert. Dabei bedarf es nicht einmal eines besonderen Equipments:


Schaut euch das Video an und erhaltet einen Eindruck davon, wie einfach und schnell die besonderen Geräusche in Filmen erzeugt werden. Wer von euch hätte zum Beispiel gedacht, dass es für die Erzeugung eines natürlichen Regengeräusches ausschließlich einer Gießkanne und und eines Gummistiefels bedarf? Ein Wasserfall hingegen wird einfach und schnell mit einem 5-Liter Wasser-Eimer und einem steinigen Untergrund imitiert.

Es wird noch skurriler: Kennt ihr noch die kleine MC-Kassette aus den 80er und 90er Jahren? Mit dem magnetischen Kassettenband imitiert ihr problemlos eine knarrende Tür, die ins Schloss fällt. Auch mit anderen Gegenständen, die jeder von euch garantiert zuhause besitzt, werden natürliche Geräusche künstlich verstärkt und imitiert. In diesem Video erfahrt ihr, welche besonderen akustischen Effekte und Geräusche ihr z.B. mit einem Sack, ein wenig Sand oder aber mit einer Schere und einem Kugelschreiber nachstellen könnt.


Professionelle Akustik: Die Albtraummaschine: Natürlich gibt es auch Geräusche, die zu produzieren mit herkömmlichen Alltagsgegenständen nur schwer möglich ist. Das beste Beispiel dafür ist die - wie sie von Filmproduzenten gerne bezeichnet wird - Albtraummaschine. Dabei handelt es sich um ein komplexes Konstrukt, mit dessen Hilfe all diejenigen Geräusche produziert werden, die ihr z.B. aus bekannten Horrorfilm-Klassikern kennt. Die schrillen Geräusche, die eure Gänsehaut verstärken und allein durch ihren abnormalen Klang bereits Angst und Schaudern auslösen, werden insbesondere durch den Kontakt und die Reibung von unterschiedlichen Metallen erzeugt.

In der Klang- und Akustikfabrik kommen sogar Tiere zum Einsatz, deren eigentümliche Geräusche von Tontechnikern zu neuartigen Klangeffekten gemixt und verarbeitet werden, die es in dieser Form in der Realität gar nicht gibt. Nehmt euch einfach mal ein paar Minuten Zeit für dieses Video und eins wird gewiss sein: Beim nächsten Kinobesuch werdet ihr noch genauer hinhören.

 
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Autor: Jochen Becker
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