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Netflix-Abo wird bald automatisch gekündigt

 
 

Erst werden neue Techniken im Kampf gegen unerlaubtes Account-Sharing vorgestellt und jetzt kommt die automatische Abo-Kündigung. Netflix hat die Corona-Zeit bestens genutzt für Überlegungen und neue Features. Was hinter dem Abo-Stopp steckt, verraten wir euch hier.

Die stetige Verlängerung des Netflix-Abos wurde offenbar für einige Nutzer zur Kostenfalle, so dass der Streamingdienst sein Bezahlmodell nun anpasst und einen Sicherheitsmechanismus einbaut. Das gilt für inaktive Accounts, von denen keine Inhalte mehr konsumiert werden. Hinter der Idee steckt Eddy Wu, Product Innovation Director bei Netflix in Kalifornien.

Auf dem Unternehmensblog beschrieb Wu die unschöne Situation, wenn Kunden für eine Dienstleistung bezahlen, die sie gar nicht nutzen. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, habe man sich im Hause Netflix dafür entschieden, eine Kündigungsautomatik einzuführen. Die Art der Ausgestaltung lässt den Sinn jedoch etwas anzweifeln. Jedoch seien offenbar wirklich ein paar hunderttausend Abonnenten davon betroffen, die ihr hart verdientes Geld ohne Gegenleistung zum Fenster rauswerfen würden. Kaum vorstellbar, oder?

Es klingt doch erstmal komisch, aber laut Netflix selbst gibt es tatsächlich viele Accounts, die von niemandem genutzt, aber fleißig weiter bezahlt werden. Was ist da nur schief gelaufen? Der neue Ansatz des Streamingdienstes lautet, den Inaktiven nach stolzen zwei Jahren sinnlosen Zahlens das Abo zu kündigen. Ihnen bleibt jedoch für weitere zehn Monate die Möglichkeit, alles zu reaktivieren und ihre Listen zu behalten. Erst danach werden die Daten restlos gelöscht.

Ihr kennt das Phänomen ja bestens von eurem Fitnessstudio-Vertrag, aber zwei Jahre ohne Netflix, trotz liebevoll eingerichtetem Profil? In den USA geht das Konzept schon bald an den Start. Ob und wann es hierzulande eingeführt wird, bleibt noch offen. Vielleicht entschließen sich manche Nicht-Nutzer dazu, mal wieder in das Streamingangebot zu schauen, nachdem die Warn-E-Mail zur Abschaltung im Postfach liegt. Könnte euch sowas überhaupt passieren?

 
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Autor: Sebastian Lorenz
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